Rosa Luxemburg

Vorlage: AdsD/Friedrich-Ebert-Stiftung, Bonn
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* 1871 Zamość, Königreich Polen † 1919 Berlin

Rosa Luxemburg war eine der einflussreichsten Personen in der deutschen Arbeiter/innenbewegung. Aufgrund ihrer Mitgliedschaft in der Gruppe „Proletariat“ wurde sie gezwungen von Polen in die Schweiz zu ziehen. Dort studierte sie ab 1890 an der philosophischen Fakultät der Universität Zürich und promovierte 1897. 1893 gründete sie die Partei Sozialdemokratie des Königreichs Polen (SDKP). 1897 zog Luxemburg nach Deutschland und trat später der SPD bei. Weil sie 1903 im Reichstagswahlkampf Kaiser Wilhelm II kritisierte, wurde sie wegen Majestätsbeleidigung zu drei Monaten Gefängnis verurteilt. Sie unterstützte die russische Revolution 1905. Ihr pazifistisches Engagement, das in zwei Reden in Frankfurt 1913 Ausdruck fand – sie rief dazu auf, den Kriegsdienst zu verweigern – führte zu einem Prozess und einer Verurteilung zu 14 Monaten Gefängnis. Als die SPD den Krieg unterstützte, war sie Mitgründerin der Spartakusgruppe. 1915 trat sie ihre zweijährige Haftstrafe an. Nach der Entlassung war sie weiter politisch aktiv, forderte die Abschaffung der Todesstrafe, Amnesie für politische Gefangene und sprach sich für eine Räteregierung in der Novemberrevolution aus. 1919 gründete sie zusammen mit anderen die KPD. Am 15. Januar 1919 wurde sie gemeinsam mit Karl Liebknecht verschleppt und ermordet. An ihrer und Liebknechts Beisetzung nahmen über 100.000 Menschen teil.