Eine Kampagne des Frauenreferates der Stadt Frankfurt

FRANKFURT WIRD GERECHTER

Wofür kämpften Frauenrechtlerinnen und Feminist*innen vor 100 Jahren? Wofür vor 50 Jahren? Wofür kämpfen wir heute? Und was ist für die Zukunft zu tun?

Frauen haben Geschichte geschrieben – und viel erreicht, bis heute. 2018 jähren sich zwei große frauenpolitische Anlässe. Wir blicken auf 100 Jahre Frauenwahlrecht in Deutschland zurück und auf 50 Jahre autonome Frauenbewegung. Gerade in Frankfurt hat das Eintreten für politische Rechte und Teilhabe von Frauen eine lange Tradition.

ERFOLGE SICHTBAR MACHEN

Das Frauenreferat will diese Anlässe nutzen, um feministische Kämpfe und Erfolge sichtbar zu machen. Unter dem Motto „Frauen.Macht.Politik.“ hat das Frauenreferat dafür eine vielschichtige Kampagne ins Leben gerufen, die die Stärkung von Frauenrechten und die politische und gesellschaftliche Teilhabe von Frauen und Mädchen in den Mittelpunkt rückt. Denn: Auch heute ist Gleichberechtigung noch lange nicht erreicht. Politische und gesellschaftliche Rahmenbedingungen müssen sich ändern, hin zu einer wirklichen Chancengleichheit.

DIE KAMPAGNE

Über die Kampagne mit ihren vielfältigen Aktionen, Veranstaltungen und Materialien informiert diese Internetseite. Einen besonderen Höhepunkt bildet die bundesweit einzigartige Ausstellung „Damenwahl! 100 Jahre Frauenwahlrecht“ im Historischen Museum Frankfurt.

Weitere Projekte decken Hindernisse und Hürden bei der politischen Beteiligung von Frauen und Mädchen auf, bieten neue Lösungen an und machen auf gute Beispiele aufmerksam. Sie zeigen, wie Frauen und Mädchen in dieser Stadt bereits Politik machen, wie sie sich organisieren und engagieren, sich einmischen und Frankfurt mitgestalten!

Ob Plakate mit aktuellen Fakten oder historische Postkarten mit Porträts aus der ersten Frauenbewegung – die Kampagne lädt ein und fordert auf: „Frauen.Macht.Politik“.

FRAUEN*RECHTE STÄRKEN

Frauenrechte sind keine Selbstverständlichkeit! Dies zeigen die aktuellen politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen (siehe Positionspapier).

Die Kampagne des Frauenreferats will: Frauen- und Mädchenrechte erhalten und stärken; Rechtspopulismus und Antifeminismus begegnen; motivieren und informieren, sich aktiv und frauenpolitisch zu engagieren! Die Kämpfe für Frauen*- und Mädchen*rechte sind lange noch nicht ausgekämpft.

In Kooperation mit:

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Positionspapier_2018

Das Positionspapier stellt die Hintergründe und Perspektiven der Kampagne ausführlicher vor.

Das Frauen*jahr 2019

Am 19. Januar 1919 durften Frauen in Deutschland das erste Mal wählen. Ein historischer Moment, der die deutsche Demokratie für immer veränderte. Mit dem Kalender für das Frauen*jahr 2019 würdigt das Frauenreferat die Protagonist*innen der ersten Frauenbewegung und ihren Kampf für Freiheit und Feminismus, denn ihre Errungenschaften bestimmen noch immer unsere Gegenwart.

13 dieser Frauen führen durch das Jahr 2019. Mit ihren Zitaten ermutigen, erinnern und fordern sie uns auf Gesellschaft mitzugestalten. Ihre Forderungen machen deutlich, dass Frauenrechte erkämpft werden mussten, bis heute auch nicht alle erfüllt und keineswegs selbstverständlich sind. Neben Portrait und Zitat einer historischen Frau* bildet der Kalender auf der Rückseite aktuelle Zahlen und Realitäten aus unseren Plakaten ab.

Frauenpolitische Kämpfe sichtbar zu machen und die politische und gesellschaftliche Teilhabe von Frauen und Mädchen in den Mittelpunkt zu rücken sind die grundlegenden Ziele der aktuellen Kampagne „Frauen.Macht.Politik“ des Frauenreferats.

Die Kalender können von Montag bis Donnerstag, in der Zeit von 8.30 bis 14.30 Uhr und freitags von 8.30 bis 13.30 Uhr im Frauenreferat der Stadt Frankfurt am Main, Hasengasse 4 abgeholt werden. Ansprechpartnerin ist Michaela Sliwa: michaela.sliwa@stadt-frankfurt.de

Plakate

FRAUEN.MACHT.POLITIK
WILL EIN EIGENSTÄNDIGES, GEWALTFREIES UND
UNABHÄNGIGES LEBEN FÜR ALLE!

Die Plakate können ab jetzt unter folgender Adresse bestellt werden:
info.frauenreferat@stadt-frankfurt.de

VON WEGEN CHANCENGLEICHHEIT

Frankfurt hat 58 Prozent Studienabsolvent*innen und nur 18 Prozent Professor*innen. In den Vorständen von deutschen börsennotierten Unternehmen sind nur 6,7 Prozent Frauen.

Frauen.Macht.Politik bedeutet dafür zu sorgen, dass mehr Frauen in Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung und Politik mitentscheiden.

OFFEN. FEMINISTISCH. FREI. FRANKFURT

Wir fordern Respekt für Vielfalt: sexuell, geschlechtlich, körperlich und kulturell.

Frauen.Macht.Politik bedeutet dafür einzustehen, dass sexuelle und geschlechtliche Verschiedenheit akzeptiert wird und unterschiedliche Lebensformen gleichberechtigt behandelt werden.

WER BESTIMMT UNSERE SCHÖNHEIT?

80 Prozent aller Mädchen verlieren an Selbstbewusstsein, nachdem sie nur 60 Minuten lang in einer Frauenzeitschrift gelesen haben.

Frauen.Macht.Politik bedeutet dafür zu kämpfen, dass Sexismus in Werbung und Medien verschwindet und vielfältige Körperbilder eine Selbstverständlichkeit werden.

KÖNNEN MÄNNER BESSER FERNSEHEN?

Nur ein Drittel der Akteurinnen im Fernsehen ist weiblich. Bei Akteurinnen über 50 Jahren schrumpft der Frauenanteil sogar auf ein Viertel.

Frauen.Macht.Politik bedeutet dafür zu kämpfen, dass Frauen und Mädchen in ihrer Diversität in den Medien sichtbar sind und zur Wort kommen.

IST DAS FAIR?

Frauen leisten zwei Drittel unbezahlte und ein Drittel bezahlte Arbeit. Bei Männern ist es umgekehrt.

Frauen.Macht.Politik bedeutet dafür zu kämpfen, dass bezahlte und unbezahlte Arbeit gerechter verteilt wird, Frauen mehr bezahlte Arbeit und Männer mehr Sorgearbeit übernehmen.

Quellen und Downloads

Zeitbudgeterhebung 2001, Friedrich-Ebert-Stiftung, Barbara Stiegler
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WER REGIERT DIE WELT?

In nur 17 von 193 Staaten sind Frauen in den höchsten politischen Ämtern. Der Frauenanteil im Bundestag liegt bei 31 Prozent, in der Frankfurter Kommunalpolitik bei 39 Prozent.

Frauen.Macht.Politik bedeutet dafür zu kämpfen, dass Ressourcen, Chancen und Macht gerecht zwischen Frauen und Männern geteilt werden.

MEIN NEIN MEINT NEIN

In Deutschland werden Mädchen sechs Mal häufiger Opfer sexueller Gewalt als Jungen. Eine von vier Frauen wird Opfer häuslicher Gewalt.

Frauen.Macht.Politik bedeutet dafür zu kämpfen, dass Frauen und Mädchen nicht psychischer, körperlicher oder sexualisierter Gewalt ausgesetzt sind, Frauenhäuser ausreichend finanziert und Schutzraume zur Verfügung gestellt werden.

FRAUENSCHICKSAL

27 Prozent weniger Taschengeld. 21 Prozent geringeres Einkommen. 36 Prozent weniger Rente.

Frauen.Macht.Politik bedeutet dafür zu kämpfen, dass Mädchen und Frauen von Klein auf genauso fair bezahlt werden, wie Jungen und Männer.

Quellen und Downloads

Taschengeld:
Studie Freizeitwelten von Mädchen und Jungen in Frankfurt, 2007
Verdienst:
Statistisches Bundesamt, Verdienststrukturerhebung 2014
Rente:
Institut Arbeit und Qualifikation der Universität Duisburg-Essen, 2016
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FRAUENPORTRAITS

9. bis 27. März 2018: Ausstellung im Kaisersaal
9. bis 27. März 2018: Ausstellung im Kaisersaal

1918 wurde das Frauenwahlrecht in Deutschland eingeführt, 1919 konnten Frauen das erste Mal wählen. Anlässlich dieser Jubiläumsjahre erstrahlte der Kaisersaal im Frankfurter Römer vom 9. bis 27. März 2018 in besonderem Glanz. Statt der Kaiser und Könige des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation standen die zentralen Akteurinnen der internationalen ersten Frauenbewegung um 1900 auf ganz besondere Weise im Mittelpunkt.

Das Frauenreferat und das Historische Museum der Stadt Frankfurt präsentierten 49 lebensgroße Porträts von Protagonistinnen der ersten Frauenbewegung im Saal. Die Auswahl der Protagonistinnen erfolgte durch das Historische Museum in Zusammenarbeit mit dem Archiv der deutschen Frauenbewegung in Kassel und bildet die Vielfalt frauenbewegter Positionen jener Zeit ab. Internationale, nationale und lokale Akteurinnen sind zu finden. Es sind Frauen, die eher konservativ, progressiv oder radikal auf unterschiedlichen Wegen für das gleiche Ziel kämpften: Die gleichberechtige Teilhabe von Frauen am politischen und gesellschaftlichen Leben, das Frauenstimmrecht.

Die Errungenschaften dieser Frauen bestimmen noch immer unsere Gegenwart. Ihr Einsatz für Demokratie und Gleichberechtigung hat Frankfurt und Deutschland geprägt. Die Themen, die sie beschäftigten – Politik, Bildung, Arbeit, körperliche Selbstbestimmung – haben nicht an Aktualität verloren.

Darum wandern die Portraits in den nächsten Monaten durch verschiedene Frankfurter Institutionen, Schulen, Museen, Behörden, Theater, Frauen-/Mädchenprojekte oder Bildungs-/Beratungseinrichtungen. So erzählt sich die Geschichte jener Frauen weiter. Seien Sie gespannt. Wir werde Sie hier über damit verbundenen Aktionen informieren.

FRANKFURTER POWERFRAUEN

Wir empfehlen außerdem die Postkartenserie „Frankfurter Frauenpower“, die dreizehn Frankfurterinnen aus der Reihe in Form von Kurzbiografien und mit Zitaten vorstellt. Das Set kann telefonisch oder per Mail im Frauenreferat angefordert werden.

TERMINE

Damengedeck – ein Rundgang in die Zukunft

15. und 16. Februar sowie 1. bis 3. März 2019,
jeweils 19 Uhr im Mousonturm

„DAMENGEDECK – Ein Rundgang in die Zukunft“ nimmt das Theaterpublikum mit an einen Ort, an dem das Durchschnittsalter bei 85 Jahren liegt und 80 Prozent Frauen leben. In Anbetracht omnipräsenter Überalterungsfantasien und der Angst vor dem demografischen Wandel betreten wir gemeinsam mit den Zuschauerinnen und Zuschauern eine Zeitkapsel und wagen ein Gedankenexperiment: Wie sieht eine zukünftige Gesellschaft aus, die von älteren Damen dominiert wird? Das GDA Wohnstift wird zu einem Raum, in dem Authentisches und Fiktion verschwimmen und Expertinnen des Alters dazu befragt werden, wie Frausein in diesem besonderen Lebensabschnitt performt und rezipiert wird.

Performativer Rundgang von und mit Inge Dreyling, Ursula Emmerich, Paula Erb, Ursula Leopold, Käthi Richter, Hannelore Schad, Gudrun Weis, Liliane Koch, Ruby Behrmann, Theresa Mielich, Maria Huber, Nora Schneider

Gefördert vom Frauenreferat der Stadt Frankfurt im Rahmen der Kampagne „Frauen.Macht.Politik“.

Karten über Künstlerhaus Mousonturm

Parastou Forouhar Written room
Silke Wiegand Maria 2 Körper

Eröffnung Parastou Forouhar Written room
Freitag, 1. Februar 2019, 19 Uhr
Tanzperformance Silke Wiegand Maria 2 Körper
Sonntag, 10. Februar 2019, 17 Uhr

Kuratiert von Christian Kaufmann und Sonja Müller
Grusswort: Gabriele Wenner (Leiterin des städtisches Frauenreferates)

Seit 1995 installiert Parastou Forouhar ihre temporären Written rooms an verschiedenen Orten. Mit den Written rooms lädt sie die Betrachter ein, ihre Wahrnehmung von und ihren Umgang mit Sprache und Identität zu hinterfragen. Die Schriftzeichen ihrer Muttersprache verwandeln sich in Ornamente, die nur die Erinnerung an die Bedeutungen der Worte durchschimmern lassen.

Mit der Tanzperformance Maria 2 Körper erforscht Silke Wiegand die Schnittstelle zwischen leiblicher und sozialer Identität. Inspiriert durch die mittelalterliche Vorstellung der „zwei Körper des Königs“– eines leiblichen und eines sozial-politischen – begibt sie sich auf eine performative Forschungsreise durch Rollenklischees bis in die heutige Zeit.

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Ausstellungsdauer: 1. bis 23. Februar 2019

Öffnungszeiten:
Donnerstag bis Samstag,
16 bis 19 Uhr und nach Vereinbarung
Der Written room ist von aussen einsehbar

Ort: Deutscher Werkbund Hessen,
Geschäftsstelle und Ausstellungsraum,
Inheidener Str. 2, 60385 Frankfurt am Main

Anfahrt:
Straßenbahn 14 Ernst-May-Platz,
Strassenbahn 12 Sallburg-/Wittelsbacher Allee,
U7 Eissporthalle

Kontakt: Sonja Müller, info@frankfurter-kranz.de,
Telefon 06103 807 73 88, 0162 920 99 56

Eine Veranstaltung des Frauenreferates der Stadt Frankfurt am Main im Rahmen der Kampagne Frauen.Macht.Politik

In Kooperation mit Frankfurter Kranz – Eine Plattform für Kulturschaffende Frauen in Frankfurt, Werkbund Hessen

Vom Do-it-yourself zum Do-it-together

Das Projekt „Vom Do-it-yourself zum Do-it-together“ ist im Rahmen der Mädchen-AG an der KGS Niederrad entstanden und wird vom Frauenreferat der Stadt Frankfurt am Main gefördert. Die Mädchen*-AG wurde von der Jugendhilfe an der KGS Niederrad (Junularo e. V.) konzipiert und durchgeführt. Größere Ergebnisse des Projekts sind: ein Zine (eine selbstgemachte Zeitschrift) und eine Radiosendung beim Frankfurter Sender radio x. Außerdem haben die Mädchen am Talk of g!rls (ein Frankfurter Mädchen*gremium) und dem Internationalen Mädchen*tag teilgenommen.

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Mit dem Projekt wurde den Mädchen die Möglichkeit gegeben, ihre Ideen, Gedanken, Träume, Hoffnungen, Kritik usw. der Schule und Öffentlichkeit zu präsentieren und sichtbarer zu machen. Mädchen sind in öffentlichen und politischen Kontexten häufig weniger sichtbar und zurückhaltender in ihrer Präsenz und Aneignung von Raum. Mit dem Projekt wird die Chance ergriffen, an einer Schule, die gerade erst entsteht (2017/2018), gesellschaftliche sexistische Verhältnisse und Strukturen direkt zu bearbeiten und eine mädchenpolitische Perspektive von Beginn an zu stärken und zu etablieren. Damit konnte genau an dem Schwerpunktthema des Frauenreferats der Stadt Frankfurt am Main „Frauen. Macht. Politik.“ angesetzt und die Partizipation von Mädchen lokal und konkret gefördert werden.

Projektergebnisse und -aktionen:

Hier gibt es das komplette Zine „Vom Do-it-yourself zum Do-it-together“ zum Download.

Am 31.08.2018 fand die Premierenfeier und Ausstellungseröffnung des Zine-Projektes „Vom Do-it-yourself zum Do-it-together“ an der KGS Niederrad statt.

Zeitungsartikel in der Frankfurter Rundschau vom 01./02.09.2018: „Mädchen an die Macht. Schülerinnen stellen erste Ausgabe ihres Magazins vor.“ (© Alle Rechte vorbehalten. Frankfurter Rundschau GmbH, Frankfurt.) Hier geht es zum Artikel.
Zeitungsartikel in der Frankfurter Neuen Presse vom 01.09.2018: „Guckt mal Jungs, so wirds gemacht!“ Hier geht es zum Artikel.

Am 05.10.2018 wurde die Radiosendung „Vom Do-it-Yourself zum Do-it-Together“ live bei dem Frankfurter Radiosender radio x ausgestrahlt. In der Radiosendung wurden das Zine, der Internationale Mädchen*tag, der Talkof g!rls und die Mädchen*-AG der KGS Niederrad vorgestellt. Außerdem haben die Mädchen in dieser Sendung Mädchen*- und Frauen*-Powersongs vorgestellt.

Neu erschienen: Frauenreferat präsentiert Magazin für Schüler*innen zum Thema „100 Jahren Frauenwahlrecht“

100 Jahre Frauenwahlrecht: das ist mehr als ein historischer Blick zurück, es ist gelebte Geschichte. Die Protagonistinnen der Ersten Frauenbewegung sorgten dafür, dass Männer und Frauen vor dem Gesetz gleichberechtigt sind und schrieben damit ein Stück Demokratiegeschichte.

Trotz der zahlreichen Errungenschaften der vergangenen Jahre gibt es noch viel zu tun in Sachen Gleichstellung: Mädchen sind viel häufiger Opfer von Gewalt, Frauen verdienen im Schnitt 21% weniger Lohn als Männer und viele der bereits erkämpften Rechte werden heute wieder infrage gestellt.

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Mit dem für Schülerinnen und Schüler veröffentlichten Magazin zum Thema „Frauenwahlrecht in Deutschland“ möchten wir zum einen die frauenpolitischen Erfolge sichtbar machen. Gleichzeitig sollen junge Menschen darin bestärkt werden, sich gegen Sexismus, Rassismus oder Homo-/Trans*phobie einzusetzen und sich für Respekt, Vielfalt und ein selbstbestimmtes Leben zu engagieren.

In der dazugehörigen Handreichung finden Lehrerinnen und Lehrer außerdem zahlreiche Arbeitsaufträge und Unterrichtsideen, die Schüler_innen ermuntern, einen Perspektivwechsel vorzunehmen und sich in die Frauenrechtler*innen von damals hineinzuversetzen und Begründungen und Argumente für unterschiedliche politische Überzeugungen und Forderungen zu finden. Die Aufgaben sollen Mädchen und Jungen ermutigen, sich politisch zu beteiligen und sich gemeinsam für eine gerechte Gesellschaft einzusetzen.

Das Heft kann kostenfrei über die Seiten: www.lehrer-online.de und www.jugend-und-bildung.de bestellt werden. Einzelne Exemplare können auch im Frauenreferat angefordert werden.

Magazin zum Download
Handreichung zum Download

Deutsche Frauenrechtlerinnen im frühen 20. Jahrhundert

Porträts, Biographien und Wirkungskreise von
Anna Edinger, Marie Pfungst und Helene Lange

Dienstag, 26. Februar 2019 um 15 Uhr in der Kapelle der Henry und Emma-Budge-Stiftung. Die Veranstaltung entstand durch die Kampagne „Frauen.Macht.Politik.“ des Frauenreferates der Stadt Frankfurt.

Gegen Gewalt an Mädchen und Frauen –
Demo zum weltweiten Aktionstag V-Day

14. Februar 2019, 14 und 17 Uhr

Weltweit tanzen am V-Day Menschen die Choreographie von »Break the Chain« – »Zerreißt die Ketten«. Das Tanzen im öffentlichen Raum steht hier für Stärke, Kraft und Solidarität. Für Freiheit statt Ohnmacht.

Am Donnerstag, den 14.02.2019 finden zwei Tanzdemos statt:
14 Uhr: Königsteiner Straße (Fußgängerzone), veranstaltet vom AK gegen Häusliche Gewalt Frankfurt West, und
17 Uhr: vor der Katharinenkirche (Hauptwache), veranstaltet vom Frauenreferat und Aktionsbündnis.
Musik: Female-SAMBA-Flash-MOB unter Leitung von Anne Breick

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V-Day – One Billion rising
Der »V-Day – One Billion rising« ist ein weltweiter Aktionstag, der 2012 ins Leben gerufen wurde, um das Ausmaß von Gewalt gegen Frauen und Mädchen aufzuzeigen und dagegen zu protestieren. Eine »Milliarde« (One Billion) bezieht sich auf eine UN-Statistik, nach der eine von drei Frauen in ihrem Leben entweder vergewaltigt oder Opfer einer schweren Körperverletzung werden. Das ist ein Drittel aller Frauen weltweit, eine Milliarde Frauen. Mittlerweile beteiligen sich 190 Länder mit tausenden von Aktionen. Es ist eine der größten Kampagnen weltweit.

Veranstaltet vom Frauenreferat mit dem Frankfurter Aktionsbündnis
Das Bündnis besteht 2019 aus: Amt für multikulturelle Angelegenheiten, Beratungsstelle Frauennotruf, Broken Rainbow e.V., Deutscher Olympischer Sportbund, Feministische Mädchenarbeit FEM Mädchenhaus e.V., FIM Frauenrecht ist Menschenrecht e.V., Frauenhäuser Frankfurter Verein, Frauen helfen Frauen e.V., Frauen in Bewegung e.V., Frauenreferat der Stadt Frankfurt, Frauenverband Courage, Infrau e.V., Lesben Informations- und Beratungsstelle (LIBS) e.V., Polizeipräsidium Frankfurt, Präventionsrat der Stadt Frankfurt, Terre des Femmes Städtegruppe Rhein-Main, Verein zur beruflichen Förderung von Frauen (VbFF) e.V.

Ottilie W. Roederstein und Elisabeth Winterhalter

Frankfurter Jahre 1891 – 1909

Die Malerin Ottilie W. Roederstein hinterließ testamentarisch ihr gesamtes Vermögen ihrer Lebensgefährtin Elisabeth Winterhalter. Das als Stiftung geplante Kapital wurde erst nach dem Tod von Elisabeth Winterhalter 1952 frei. Das nach der Währungsreform in der Folge des Zweiten Weltkrieges fast verschwundene Vermögen wurde im September 1952 zur Hälfte in das Stammvermögen der Heussenstamm-Stiftung und die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung aufgeteilt.

Die Publikation erscheint anlässlich des 100-jährigen Jubiläums zur Einführung des Frauenwahlrechts und der Ausstellung „Damenwahl! 100 Jahre Frauenwahlrecht“ vom 30. 8. 2018 bis zum 20. 1. 2019 im Historischen Museum Frankfurt.

Die Publikation wurde vom Frauenreferat im Rahmen der Kampagne „Frauen.Macht.Politik“ gefördert. Die Publikation ist zu beziehen über die
Heussenstamm-Stiftung (Unkostenbeitrag 7 Euro).

Weitere Infos finden Sie unter www.heussenstamm.de

Leseempfehlung
Der große Krieg und die Frauen

Ein Buch von Barbara Englert

Was dachten Frauen über den Ersten Weltkrieg? Was fühlten sie? Wie handelten sie?

Die Regisseurin und Schauspielerin Barbara Englert zeigt den Ersten Weltkrieg aus dem Blickwinkel der Frauen.

Das Buch Der Große Krieg und die Frauen enthält Tagebuchaufzeichnungen, Erzählungen und Gedichte berühmter Frauen, die den Ersten Weltkrieg erlebt hatten: Vicki Baum, Marie Curie, Clara Immerwahr, Editha Klipstein, Annette Kolb, Käthe Kollwitz, Else Lasker-Schüler, Rosa Luxemburg, Virginia Woolf, Clara Zetkin und viele andere.

Das Buch ist ein Projekt im Schwerpunkt „Frauen.Macht.Politik“ des Frauenreferats der Stadt Frankfurt.

Kontakt und weitere Informationen, Bestellung von Rezensionsexemplaren und Interview-Anfragen an die Autorin über den Verlag: verlag@editionfaust.de oder 069 56 40 24.

Projekte
Tracking the traffic: Bertha Pappenheim App

Ein Projekt an der Schnittstelle von Wissenschaft, Kunst und Gesellschaft.

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