Helene Stöcker

Vorlage: Deutscher Frauengeist aus Dichtung und Wissenschaft, hrsg. von Flora Zöllner, Bd. 2, Lahr 1927, S. 352a, Bestand: AddF, Kassel
Vor­la­ge: Deut­scher Frau­en­geist aus Dich­tung und Wis­sen­schaft, hrsg. von Flo­ra Zöll­ner, Bd. 2, Lahr 1927, S. 352a, Bestand: AddF, Kas­sel

* 1869 Elberfeld † 1943 New York City

Hele­ne Stö­cker absol­vier­te ein Stu­di­um der Natio­nal­öko­no­mie, Lite­ra­tur und Phi­lo­so­phie, wel­ches sie 1901 mit der Pro­mo­ti­on in Bern abschloss. Ihr Enga­ge­ment galt u.a. der Sexu­al­re­form und dem Mut­ter­schutz. Mit ihren For­de­run­gen nach einer selbst­be­stimm­ten Sexua­li­tät auch außer­halb der Ehe stieß Stö­cker bei vie­len ihrer Mit­strei­te­rin­nen auf Ableh­nung. Im Ers­ten Welt­krieg erwei­ter­te sich ihr Den­ken um radi­kal pazi­fis­ti­sche Posi­tio­nen, so dass sie 1919 Grün­dungs­mit­glied der Inter­na­tio­na­len Frau­en­li­ga für Frie­den und Frei­heit (IFFF) wur­de. Nach der natio­nal­so­zia­lis­ti­schen Macht­über­nah­me wan­der­te Stö­cker über ver­schie­de­ne Sta­tio­nen in die USA aus, wo sie 1943 starb.