Hedwig Dohm

Vorlage: Thomas Mann Archiv, Zürich
Vor­la­ge: Tho­mas Mann Archiv, Zürich

* 1831 Berlin † 1919 Berlin

Hed­wig Dohm war Frau­en­recht­le­rin und eine der ers­ten femi­nis­ti­schen Theo­re­ti­ke­rin­nen, die geschlechts­spe­zi­fi­sche Ver­hal­tens­wei­sen auf kul­tu­rel­le Prä­gun­gen zurück­führ­te. Sie gilt als Vor­den­ke­rin des Femi­nis­mus und for­der­te glei­che Aus­bil­dung für Mäd­chen und Jun­gen. Außer­dem sprach sie sich für das Frau­en­wahl­recht aus. Sie gehör­te wäh­rend des Ers­ten Welt­kriegs zu einer der weni­gen Intel­lek­tu­el­len, die sich kri­tisch gegen­über dem Krieg äußer­ten. Im Frau­en­ver­ein „Reform“ und dem radi­ka­len Ver­ein Frau­en­wohl war sie Mit­glied und ver­öf­fent­lich­te zeit­le­bens meh­re­re Essay-Bän­de und fast hun­dert Arti­kel in Zei­tun­gen und Zeit­schrif­ten. In ihnen setz­te sich Dohm unter ande­rem kri­tisch mit der Mut­ter­lie­be aus­ein­an­der, die nach ihrer Ansicht nach kein natür­li­cher Trieb, son­dern etwas Aner­zo­ge­nes sei.