Marie Baum

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Vor­la­ge: Uni­ver­si­täts­bi­blio­thek Hei­del­berg

* 1874 Danzig † 1964 Heidelberg

Marie Johan­na Baum war eine Sozi­al­wis­sen­schaft­le­rin und Sozi­al­po­li­ti­ke­rin, die als Weg­be­rei­te­rin der sozia­len Arbeit gilt. Sie zog 1919 für die Deut­sche Demo­kra­ti­sche Par­tei als eine der ers­ten Frau­en in die Wei­ma­rer Natio­nal­ver­samm­lung ein. Nach ihrer Zeit als Reichs­tags­ab­ge­ord­ne­te (1921) wid­me­te sie sich dem Auf­bau des Für­sor­ge­we­sens. 1925 grün­de­te sie die Deut­sche Aka­de­mie für sozia­le und päd­ago­gi­sche Frau­en­ar­beit. Drei Jah­re spä­ter wur­de sie an der Uni­ver­si­tät Hei­del­berg beschäf­tigt. 1933 muss­te sie alle Lehr­auf­trä­ge und Ämter auf Druck der Nazis nie­der­le­gen. Baum half dabei, Juden die Aus­wan­de­rung aus Nazi-Deutsch­land zu ermög­li­chen. Nach dem Zwei­ten Welt­krieg über­nahm sie mit 70 Jah­ren erneut einen Lehr­auf­trag an der Uni­ver­si­tät Hei­del­berg. 1950 schrieb sie die Ein­füh­rung zur Ver­öf­fent­li­chung des Tage­buchs von Anne Frank.