Lily Braun

Vorlage: Lily Braun, Gesammelte Werke, hrsg. von Julie Vogelstein, Bd. 1, Berlin 1923, S. 0. Bestand: AddF
Vor­la­ge: Lily Braun, Gesam­mel­te Wer­ke, hrsg. von Julie Vogel­stein, Bd. 1, Ber­lin 1923, S. 0. Bestand: AddF

* 1865 Halberstadt † 1916 Berlin

Lily Braun war eine Frau­en­recht­le­rin, Schrift­stel­le­rin und Sozi­al­de­mo­kra­tin, die sich beson­ders für die Ver­ein­bar­keit von Mut­ter­schaft und Lohn­ar­beit ein­setz­te. Schon früh befass­te sie sich mit der Stel­lung der Frau in der Gesell­schaft und distan­zier­te sich immer mehr vom ade­li­gen Lebens­stil, mit dem sie auf­wuchs. 1893 begann sie für die Zeit­schrift „Frau­en­be­we­gung“ zu schrei­ben und wur­de Vor­stands­mit­glied des für umfas­sen­de Gleich­be­rech­ti­gung ein­tre­ten­den Ver­eins „Frau­en­wohl“. Braun war Grün­dungs­mit­glied des Bun­des für Mut­ter­schutz und setz­te sich für die Her­ab­set­zung der Arbeits­zei­ten von Müt­tern ein. Ihre bekann­tes­te Schrift „Die Frau­en­fra­ge“ ist eine Stu­die über die Ent­wick­lung der Stel­lung der Frau und über die bür­ger­li­che sowie pro­le­ta­ri­sche Frau­en­be­we­gung.