Helene Lange

Vorlage: Staatsarchiv Hamburg
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* 1848 Oldenburg † 1930 Berlin

Helene Lange engagierte sich für die weibliche Emanzipation durch Bildung im Allgemeinen Deutschen Lehrerinnenverein (ADLV), im Allgemeinen Deutschen Frauenverein (ADF) und im Bund Deutscher Frauenvereine (BDF). Sie verfasste 1888 eine Petition an das preußische Abgeordnetenhaus, welche u.a. eine Angleichung der (Aus)Bildung von Mädchen an die Standards der Jungen forderte. Nachdem das Reichsvereinsgesetz von 1908 Frauen den Zutritt zu politischen Parteien ermöglicht hatte, trat auch Helene Lange zusammen mit Gertrud Bäumer und weiteren Frauenrechtlerinnen in die Freisinnige Vereinigung (FVg) ein, die 1910 in der Fortschrittlichen Volkspartei (FVP) aufging. Im Krieg unterstützte sie den von ihrer Lebensgefährtin Gertrud Bäumer gegründeten Nationalen Frauendienst. Nach dem Ersten Weltkrieg war Lange Mitbegründerin der Deutschen Demokratischen Partei (DDP), für die sie 1919 in die Hamburgische Bürgerschaft als Alterspräsidentin einzog und deren Ehrenvorsitzende sie später wurde.