Emmeline Pankhurst

Vorlage: Library of Congress, Washington
Vor­la­ge: Libra­ry of Con­gress, Washing­ton

* 1858 Moss Side, Manchester † 1928 London

Emmeli­ne Pankhurst war eine bri­ti­sche Suf­fra­get­te und radi­kal­fe­mi­nis­ti­sche Theo­re­ti­ke­rin. 1902 grün­de­te sie gemein­sam mit ande­ren in Man­ches­ter die „Women᾿s Soci­al and Poli­ti­cal Uni­on“, eine radi­kal­bür­ger­li­che Frau­en­be­we­gung. Sie ver­folg­te in Anleh­nung an die Frau­en­be­we­gung der USA das Kon­zept eines gewalt­lo­sen Wider­stan­des gegen die Unter­drü­ckung von Frau­en. Auf­grund des Vor­wur­fes, an einem Bom­ben­an­schlag betei­ligt gewe­sen zu sein, wur­de sie 1913 zu drei Jah­ren Haft ver­ur­teilt. Ihre Inhaf­tie­rung lös­te eine Rei­he von Stra­ßen­schlach­ten zwi­schen Frau­en­recht­le­rin­nen und Poli­zei aus. Sie trat wäh­rend ihrer Haft in den Hun­ger­streik und kam nach neun Tagen wie­der frei. 1914 wur­de sie erneut ver­haf­tet, als sie ver­such­te, König Georg V. eine Peti­ti­on zum Frau­en­stimm­recht zu über­rei­chen. Die Foto­gra­phie davon, wie sie vor dem Buck­ing­ham Palace von zwei Poli­zis­ten fest­ge­nom­men wur­de, wur­de zu einem der bekann­tes­ten Bild­do­ku­men­te der ers­ten inter­na­tio­na­len Frau­en­be­we­gung. Zu Beginn des ers­ten Welt­krie­ges stell­te Pankhurst ihr femi­nis­ti­sches Enga­ge­ment zuguns­ten des Ein­sat­zes für den Frau­en­dienst im Krieg ein. Pankhurst erkrank­te in den 1920er Jah­ren schwer und starb 1928. Sie erleb­te die Ein­füh­rung des all­ge­mei­nen Wahl­rechts auch für Frau­en in Groß­bri­tan­ni­en nicht mehr, das rund drei Wochen spä­ter, am 2. Juli 1928, in Kraft trat.